Halogenfreie Mittel ohne Dioxine ersetzen herkömmlichen Flammschutz

Halogenierte Flammschutzmittel werden wegen ihrer hohen Wirksamkeit in vielen Kunststoffen des täglichen Lebens eingesetzt. Allerdings liefern sie sowohl im Fall von Bränden wie auch der Entsorgung (in Müllverbrennungsanlagen) einen großen Beitrag zur Entstehung von polybromierten (PBDD und PBDF) oder polychlorierten Dibenzodioxinen und Dibenzofuranen (PCDD und PCDF). Diese kennt man auch unter dem Überbegriff „Dioxine“–  für ihre hohe Toxizität allzu bekannt.

Weserland bemüht sich daher beständig, halogenfreie Systeme als Ersatz anzubieten, zumal die Gefahrenpotenziale zur Bildung von PBDD/F  so groß sind, dass dies letztlich zu einem Verbot durch die EU geführt hat. Ein Prozess, der permanent zu neuen Lösungen führt und führen muss – um die Gefährlichkeit der Flammschutzmittel deutlich zu reduzieren.

Leider ist der komplette Verzicht auf Antimon und Halogene in Flammschutzsystemen für spezielle Anforderungen nicht immer möglich. Hier muss das Zwischenziel dann darin bestehen, weniger bedenkliche Additive zur Anwendung zu bringen, ohne die Wirksamkeit einzuschränken.
Ein aktuelles Beispiel ist der Weg der Weiterentwicklung eines Fertig-Compounds für PA-Airline Teppiche.
Im Emtex® L D908-2, wurde bereits Ende 2013 das Dekabromdiphenyloxid durch das weniger bedenkliche Dekabromdiphenylethan ersetzt um der SVHC („Substances of Very High Concern“) -Problematik gerecht zu werden. Emtex® L D908-2 enthält aber mit Antimontrioxid (Sb2O3) noch eine weitere kritische Flammschutzkomponente.

Antimontrioxid-Stäube  stehen seit vielen Jahren unter dem Verdacht, krebserzeugend zu sein. Weserland hat in Laborversuchen feststellen können, dass das weniger kritische Antimonpentoxid (Sb2O5), eine Chemikalie ähnlichen chemischen Aufbaus, dieselben Flammschutzeigenschaften wie Antimontrioxid zeigt.

Antimonpentoxid ist „nur“ gesundheitsschädlich beim Einatmen und Verschlucken, steht aber nicht unter Verdacht, krebserzeugend zu sein.
Die daraus hergestellte, modifizierte Variante nennt sich Emtex® L 7420-1.

Obwohl die Umstellung rohstoffmäßig zu einer Verteuerung führt, bietet Weserland das weniger kritische Emtex® L 7420-1 zu demselben Preis wie das Emtex® L D908-2 an und sieht dies als seinen Beitrag zur Reduzierung der Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt  an.

Langfristiges Ziel bleibt aber weiterhin, einen vollwertigen halogenfreien Ersatz für halogenierte Flammschutzmittel bereitstellen zu können.  Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck!

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert Einbau von Energiesparbeleuchtungen

zim 4c kleinAlte Quecksilberdampfleuchten und Neon-Röhren sind nicht nur umweltschädlich in der Entsorgung, sondern – zumindest nach aktuellen Maßstäben – nicht besonders energiesparend. Das hat Weserland zum Anlass genommen neue LED-Lampen in seinen Hallen zu installieren. Diese sind in der Anschaffung sicher kostenintensiver, führen aber bereits mittelfristig zu größeren Kostenvorteilen – nicht nur durch die gesparte Energie, sondern auch durch die enorme Haltbarkeit der Leuchtmittel.

Weserland wird bei der Umrüstung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Dies wird nach Außen bei allen projektbezogenen Darstellungen durch ein entsprechendes Logo gekennzeichnet (BMWi-Logo mit Förderzusatz).

 

Flammhemmende Ausrüstung und Textilien: Wie man Menschen schützen kann

Es gibt zahlreiche Textilien, die einem so genannten Entflamm- oder Brandrisiko ausgesetzt sind. Flammschutzmittel und Brandhemmer sind die entsprechenden Stoffe, die die Ausbreitung von Bränden einschränken, sie verlangsamen oder verhindern sollen. Angewendet werden diese Mittel überall dort, wo sich potenzielle Zündquellen befinden. Typische Materialien sind Sitzbezüge und Teppichböden in Flugzeugen oder Autos, aber genauso auch Heimtextilien wie etwa Möbelstoffe oder Gardinen.

Dazu kommt, dass Bauvorschriften für öffentliche Gebäude wie Kinos oder Theater einen Flammschutz inzwischen verbindlich vorschreiben. Ziel des vorbeugenden Brandschutzes ist es, das Risiko eines Brandes zu minimieren und dadurch Leben, Gesundheit und den Besitz von Menschen aber auch die Umwelt zu schützen.

Und natürlich muss auch die Schutzkleidung von Menschen, die in solchen gefährdeten Bereichen arbeiten (etwa Feuerwehrleute oder Gießereiarbeiter) heutzutage entsprechend aufbereitet sein. Erreicht wird dies, indem die Entflamm- und die Brennbarkeit sowie das Nachglimmen von Natur- oder Chemiefasern herabgesetzt wird. Weserland bietet diese Möglichkeit zum Beispiel durch den Einsatz seiner EMTEX® Flammschutzserie. Eine individuelle Anpassung von Produkten oder spezielle Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen zu entwickeln, ist dabei der besondere fachliche Ansatz des Spezialisten aus Hannover.

Wie Flammschutzmittel funktionieren

Die meisten Flammschutzmittel wirken sowohl durch einen oder mehrere chemische als auch physikalische Prozesse, in jeweils unterschiedlich starken Anteilen – hier sind die Fachleute gefragt, diese Anpassung präzise und punktgenau auf ebenso unterschiedliche Anforderungen hin vorzunehmen.

Prinzipiell unterscheidet man vier Typen von Flammschutzmitteln:

  • Additive Flammschutzmittel: Die Brandhemmer werden in die brennbaren Stoffe als Zusatzstoffe eingearbeitet (z.B. TBBPA in Leiterplatten)
  • Reaktive Flammschutzmittel: Die Substanzen sind selbst Bestandteil des Materials (z.B. im PVC)
  • Inhärenter Flammschutz: Das Material selbst ist flammwidrig (z.B. Melamin- oder Harnstoffharze)
  • Coating: Der Brandhemmer wird von außen als Beschichtung aufgebracht

Im Brandfall dürfen die flammhemmenden Ausrüstungsmittel keine ätzenden Säuren freisetzen und es darf auch nicht zur Bildung von Schmelztropfen kommen. Und natürlich müssen die textilen Stoffe selbst mit dieser flammhemmenden Ausrüstung waschbar, reinigungsbeständig und nähfähig sowie hygienisch und hautverträglich bleiben.

Die hemmende Wirkung der einzelnen Substanzen kann in unterschiedlicher Weise erreicht werden:

  • Kühlung: Durch den Energieverbrauch einer endothermen Zersetzung, beispielsweise durch Verdampfen von gebundenem Wasser. Das Material wird so gekühlt.
  • Bildung einer Schutzschicht (Intumeszenzschicht): Die Bildung der Schicht kann sowohl durch chemische als auch durch physikalische Prozesse geschehen.
  • Verdünnung der brennbaren Gase: Erreichbar durch reaktionsträge Substanzen.
  • Verflüssigung: Das erhitzte Material schmilzt und fließt aus der Brandzone, so dass es sich nicht im Einwirkungsbereich der Flamme bleibt.

 

Was sind die Faktoren bei der Entwicklung von Brandhemmern?

Bei der Entwicklung von brandhemmenden Substanzen gilt es eine ganze Reihe von Faktoren zu beachten – hier sind die Fachleute gefragt, die durch langjährige Erfahrungen die richtige Auswahl treffen und dabei beratend wie auch in der Umsetzung die beste Entscheidung für den speziellen Einsatz treffen. Typische Fragen sind:

  • Was soll beschichtet werden (welche Teppich- / Faser-Art)?
  • Was für ein Auftragsverfahren wird gewählt (pflatschen, rakeln, sprühen, Foulard, etc.)?
  • Wird mit oder ohne Binder gearbeitet.
  • Die Entscheidung ob halogenhaltige oder halogenfreie Substanzen verwendet werden sollen.
  • Müssen die Ergebnisse nicht verschleiernd / nicht verfärbend wirken, sind sie waschbeständig?
  • Wie ist letztendlich der physische Griffausfall beim verwendeten Material?

Das Thema „halogenhaltig“ oder „halogenfrei“ ist recht elementar bei der Entscheidung wie der Brand- und Flammschutz erreicht werden soll. Vor allem bei Bränden stellen halogenierte Flammschutzmittel eine große Gefahr dar. Unter der Hitzeeinwirkung wirken sie zwar brandhemmend, indem die gebildeten Halogen-Radikale die Reaktion mit Sauerstoff hemmen. Allerdings entstehen auch hohe Konzentrationen an Dibenzodioxinen und Dibenzofuranen – besser bekannt als „Dioxine“ und für ihre hohe Toxizität bekannt („Seveso-Gift“).

 

Warum Weserland Betriebsferien für eine gute Sache hält

Der erste und einfachste Grund für Betriebsferien, ist – ganz banal – die Urlaubszeiten der Mitarbeiter. Denn während der Sommerferien kann man die Produktion kaum bei 100 Prozent halten, wenn 30 Prozent mit ihren Kindern in den wohlverdienten Urlaub gehen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Interne Prozesse ruhen und die Zeit lässt sich einfallsreich für Optimierungen, Anpassungen und neue Ideen nutzen. Betriebsferien sind nämlich durchaus produktive Zeiten in einem Unternehmen.

Was also bedeuten Betriebsferien für einen Betrieb wie Weserland? Es verbessert langfristige Planungsprozesse – Mitarbeiter wie Kunden können sich lange im Voraus auf die Betriebsferien einstellen. Apropos Kunden: Kunden können sich so auf gleichbleibend hohe Produktivität verlassen. Betriebsferien sind dann eben ganz klar Betriebsferien und sonst sind die gewohnten Ansprechpartner zuverlässig erreichbar.

Urlaubszeiten während der Betriebsferien haben noch einen weiteren Vorteil: Das Problem, dass sonst im Sommer immer gerade ein wichtiger Ansprechpartner fehlt, und die Kollegen mit offenen Fragen dastehen, gehört der Vergangenheit an. Eng zusammenarbeitende Teams werden so nicht auseinandergerissen.

Es entstehen sogar gewisse Freiräume für ein Unternehmen, stehen etwa Renovierungen, Updates oder Wartungen an. Die können nämlich reibungslos in den Betriebsferien erledigt werden und die Produktion wird nur minimal gestört – einfach für den Betrieb wichtige Aktionen, für die im Echtbetrieb keine Zeit und nur wenig Platz sind. Auch die Kunden merken unter Umständen die dadurch entstehenden Verbesserungen im Betriebsablauf. Ein Plus für alle also.

Und noch ein übergeordneter Aspekt, der die positiven Effekte von Betriebsferien deutlich macht: Gönnt das Unternehmen allen Mitarbeitern eine Art Verschnaufpause, handelt es familienfreundlich und das wirkt sich wiederum auch positiv auf sein Image als Arbeitgeber aus. Das ist wichtig, denn eine attraktive Arbeitgeber-Marke bringt im Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte klare Vorteile. Eine gute Work-Life-Balance ist für viele Arbeitnehmer schließlich inzwischen erstrebenswerter als eine Gehaltserhöhung.