Vulkanisations-Systeme für die Produktion von Latexschaum

Naturlatex ist aufgrund seiner Eigenschaften seit Jahrzehnten ein idealer Werkstoff zum Beispiel für Matratzen. Im Sinne der Nachhaltigkeit also durchaus „modern“ und ein nachwachsender Rohstoff: Elastizität, Atmungsaktivität, Körperanpassung, Dauerhaltbarkeit sowie Homogenität gelten als seine herausragenden Eigenschaften. Ähnliche Eigenschaften bieten allerdings auch neuere Systeme auf Basis von Synthese-Latex. Maßgeschneiderte Vulkanisations-Systeme ermöglichen eine gute Verarbeitung beider Rohmaterialien

Eine Basisformulierung besteht aus Latex (Synthese- und/oder Naturlatex), Schaumhilfsmitteln und -stabilisatoren, dem Vulkanisations-System (bestehend aus Schwefel, Zinkoxid, Beschleunigern und Alterungsschutzmittel) und gegebenfalls nötiger Füllstoff. Dieses Compound wird mechanisch mit Luft vermischt, in Formen gegeben oder auf einen Träger aufgetragen und im Ofen „ausvulkanisiert“.

Dabei werden die Ketten der Latex­Moleküle über Schwefelbrücken verknüpft. Durch gezielten Einsatz von Hilfsmitteln (so genannten Beschleunigern) können Reaktionszeit, Temperatur und erforderliche Schwefelmenge deutlich verringert werden. Heute werden bevorzugt Guanidin-Derivate (DPG), Dithiocarbamate (ZDEC/ZBEC) und 2-Mercaptobenzthiazol-Derivate (ZMBT) einzeln oder in Kombination eingesetzt.

Lösungen vom Spezialisten

Weserland ist seit vielen Jahren Spezialist in der Herstellung von maßgeschneiderten Vulkanisations-Systemen für die Latex verarbeitende Industrie. Suprotex UGB ist ein bewährtes System für Synthese-Latex basierten Formulierungen. Dieses Produkt beinhaltet alle für die Vulkanisation notwendigen Additive (Schwefel, Zinkoxid, Beschleuniger und Alterungsschutzmittel) in abgestimmter Zusammensetzung und wird dem Synthese-Latex-Compound direkt zudosiert.

Basiert die Formulierung überwiegend auf Naturlatex, so ist eine Komplettdosierung des Vulkanisations-Systems nicht möglich, da speziell Zinkoxid und DPG zu Stabilitätsproblemen des Compounds führten. Für diese Anwendung hat Weserland Suprotex UGB in zwei Komponenten geteilt:

  • Suprotex L N566-1, bestehend aus Schwefel, Beschleuniger und Alterungsschutz, wird dem Compound vor der „Reifung“ zudosiert, während
  • Suprotex L N566-2, bestehend aus Zinkoxyd und DPG, wird während des Aufschäumens in den Mischkopf injiziert.

Sowohl Suprotex UGB als auch das geteilte System Suprotex L 566-1 / -2 bilden den Grundstock für eine erfolgreiche Produktion von Latexschaum. Als Hersteller von Speziallösungen hat Weserland die Möglichkeit, die Zusammensetzung der Systeme in weiten Bereichen zu modifizieren, um speziellen Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Velox übernimmt den Vertrieb für Weserland in China

Als so genannter "International Sales Partner" ist das Hamburger Unternehmen schon länger für Weserland aktiv. Jetzt ist ein enorm wichtiges Land dazu gekommen. Velox wird die maßgeschneiderten Anwendungen, für die Weserland bekannt ist, nun auch in China anbieten. Wir freuen uns schon auf die ersten Anfragen und Aufgaben und zu zeigen, dass Probleme für uns nur Anlass sind gute Lösungen zu präsentieren.

VELOX Services Vertrieb für Weserland Hannover

Velox ist ein etablierter Chemie-Distributeur in vielen europäischen Ländern, der hauptsächlich auf der Basis von exklusiven Vertriebspartnerschaften arbeitet. Neben der systematischen Projekt- und Anwendungsentwicklung halten sie ihre Lieferanten auch mit regelmäßigen Rückmeldungen über aktuelle Marktentwicklungen und die Resonanz auf ihre Produkte auf dem Laufenden. Das umfangreiche Netzwerk der Hamburger umfasst ein europäisches Vertriebs- und Marketingteam in 18 Ländern, über 45.000 Kontakte.

Velox China Ltd. operiert seit Januar 2013 als Joint-Venture zwischen der Velox GmbH und dem chinesischen Partnerunternehmen Shanghai Brightfield Co. Ltd. Beide Unternehmen blicken auf langjährige länderspezifische Erfahrung in der Sourcing  und Vermarktung von Rohstoffen zurück. Das ist natürlich eine ideale Plattform für den Verkauf der Produkte aus dem Velox-Portfolio an asiatische Kunden.

Die Energieversorgung ist bereits gesichert

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Unsere neue Halle für die Dichtmittelabfüllung steht: Das Fundament wurde gegossen, entsprechene Stahlgerüste errichtet (Fenster natürlich nicht vergessen) und eine notwendige Brandschutzwand errichtet. Der Boden wird in den nächsten Tagen gegossen.

Die Trafostation ist am Stück geliefert worden. Dank unserer netten Nachbarn konnte sie auch per Tieflader und Kran pünktlich abgeladen werden.

Die Lieferfirma hatte leider nicht genug Fläche zum Halteverbot erklärt und der Tieflader kam zunächst nicht auf unser Gelände. Die Nachbarn (Remondis) haben darauf hin ihre Mitarbeiter zurückgerufen, die bereits mit ihren LKWs unterwegs waren. So konnten die Autos schnell umgestellt werden und die Station problemlos „geparkt“.

Die Stadt hat den Strom bereits angeschlossen und es müssen nur noch die ganzen Gräben wieder geschlossen werden.

Der geplante Umzug wird Anfang / Mitte Oktober stattfinden.

Naturfaser werden immer wichtiger für Vliesstoff-Einsätze

Einfache Verarbeitung, Nachhaltigkeit und Recyling-Möglichkeiten sind starke Eigenschaften

Der Einsatz von Pflanzenfasern in Vliesstoffen für technische Textilien war in der Vergangenheit meist für eigenschafts-, aufkommens- und entsorgungsbezogene Nischen-Anwendungen. Die Tradition ist durchaus eine lange – Flachs wurde bereits 1934 in Nass-Vliesen verwendet. Und noch älter ist der Einsatz von Jute und Sisal für Nadelfilze (1890).

Seit den 90’er Jahren des 20. Jahrhunderts sind Naturfasern zunehmend im Einsatz als Verstärkungsfasern in duro- und thermoplastischen Bauteilen für die Fahrzeug-Innenverkleidung . Dabei ist das Thermoform-Pressen das vorrangig genutzte Herstellungsverfahren der meist großflächigen Formteile.

Guten Eigenschaften sowohl der Werkstoffe selbst, als auch unter Aspekten wir Recycling und Nachhaltigkeit, stehen auch einige Problempunkte entgegen. Der Einfluss von Art, Klima, Anbaumethoden, Ernte- und Aufschlussverfahren bei Pflanzenfasern sowie Rasse , Haltungsbedingungen, und Gewinnung bei Tierfasern bedeuten oft Schwankungen hinsichtlich Aufkommen, Eigenschaften und Preis.

Wegen einfacher Handhabbarkeit, Umweltverträglichkeit und Recycelbarkeit geht der Trend aber deutlich zu thermoplastischen Werkstoffen, wobei sich für Naturfasern Polypropylen aufgrund des niedrigen Schmelzpunktes als Matrixpolymer anbietet, schreibt das Fachmagazin „Allgemeiner Vliesstoff-Report“ in seiner Ausgabe 2/16.

Boom bei Geo-Textilien

Geotextilien sind eine Produktgruppe der technischen Textilien mit jährlichen Zuwachsraten um 10 Prozent. Die Pflanzenfasern (Flachs, Hanf, Ramie, Jute und Kokos ) sind derzeit vor allem im allgemeinen Erdbau im Einsatz. Seit langem praktizierte Anwendungen sind Matten und Vliesstoffe zum Erosions- und Böschungsschutz, zur Sanierung von Hängen in der Bergbausanierung und für Skipisten oder als Trägermaterial für Rollrasen.

Gerade „temporäre“ Effekte der Stabilisierung der Erdstoffoberfläche und des Ableitens von Niederschlagswasser, bis hin zur Übernahme dieser Funktionen durch den natürlichen Pflanzenwuchs sind besonders wichtig. Dabei gilt es zunehmend auf den internationalen Bedarf zu schauen, hier ist zukünftig ein großer Absatzmarkt zu erwarten.