bitte beachten

Unser Betrieb bleibt vom 20.12.2017 bis einschließlich 29.12.2017 geschlossen. In dieser Zeit findet keine Warenannahme und kein Versand statt.
Bitte beachten Sie bei Ihrer Disposition unseren letzten Versandtag am 19.12.2017 und unseren ersten Versandtag im neuen Jahr am 02.01.2018.

DOMOTEX 2018 mit vielen Neuerungen.

Weserland präsentiert Lösungen für die Produktion

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die 30. Auflage der weltweit wichtigsten Messe für Teppiche und Bodenbeläge eine starke und innovative Veranstaltung wird. Denn die DOMOTEX hält vom 12. bis 15. Januar 2018 umfassende Neuerungen bereit. Weserland hat sich daher für ein frisches Konzept und einen spannenden Auftritt bei dieser Weltleitmesse in Hannover entschieden – um so seine Spezialprodukte gut zu präsentieren und mit seinen Lösungen dicht beim Kunden zu sein.

Die neue Hallenbelegung führt Produktgruppen räumlich zusammen und ermöglicht Fachbesuchern aus Groß- und Einzelhandel eine verbesserte Orientierung. Mit dem Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE rückt die DOMOTEX neue Entwicklungen und Ideen zum Trend der Individualisierung in den Fokus. Denn immer mehr Menschen suchen in einer globalisierten und digitalisierten Welt nach Möglichkeiten, ihren Wunsch nach Selbstbestimmung und Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Produkte und Dienstleistungen werden daher immer stärker personalisiert und auf die Bedürfnisse der Käufer hin maßgefertigt. 

Um dies zu realisieren muss sich Weserland ganz klar als progressiver Anbieter auf der Produktsseite platzieren. Daher auch der Entschluss für eine Teilnahme, um so Partner und Kunden direkt zu erreichen und Lösungen für die Produktion ausführlich zu präsentieren.

Wir freuen uns schon jetzt, Sie im Januar in Hannover zu treffen. Sie finden uns in Halle 11 Stand A25.

Dazu sponsern wir gerne ein Tages-Ticket: Unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie ein Code für ein elektronisches Ticket anfordern!

 

Umweltfreundliche Haftsysteme für Textilkautschuk-Verbundwerkstoffe

Infolge gesetzlicher Anforderungen wurde Formaldehyd kürzlich in die Karzinogenitätskategorie 1B eingestuft. Nach der Verordnung Nr. 605/2014 der EU-Kommission gelten somit neue gesetzlichen Verpflichtungen für Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender. Als Ergebnis dieser Neuklassifizierung müssen Mischungen, die freie Formaldehydgehalte von 0,1 % oder mehr enthalten, als karzinogen markiert werden. Neuentwicklungen sind daher nötig, um zukünftig den gleichen Standard zu garantieren. Erste Ergebnisse der Mehler Engineered Products GmbH aus Fulda zeigen, dass Resorcin-Formaldehyd-freie Haftsysteme unter Umständen sehr gute Ergebnisse bringen können.
 
Technische Textilien liefern Lösungen für ein breites Spektrum von Anwendungen wie Verstärkungen für mechanische Kautschukprodukte (Mechanical Rubber Goods – MRG) und Verbundwerkstoffe. Die Oberfläche von Verstärkungsfasern und insbesondere die Phasengrenzfläche zwischen der Faser- und der Kautschukmatrix ist für solche Herausforderungen und spezifischen Anforderungen besonders wichtig, so die Fuldaer Autoren in 'Technische Textilien' (1/2017). Resorcin-Formaldehyd-Latex (RFL) bildet den Schwerpunkt textiler Festigkeitsträger für den Einsatz in mechanischen Kautschukprodukten wie Reifen, Zahnriemen, Schläuchen und Luftfedern, vor allem in der Autoindustrie.
 
Um entsprechend umweltfreundliche Produkte zu entwickeln, wurden gut 100 verschiedene Dipformulierungen auf Basis verschiedener Harze und Vernetzersysteme getestet. Die Festigkeitsträger verleihen technischen Endanwendungen aus Kautschuk die erforderliche Stabilität, Flexibilität und Haltbarkeit. Dabei war zu sehen, dass einige der umweltfreundlichen Tauchsysteme eine etwas höhere statische Haftung im Vergleich zum traditionellen RFL-System aufweisen. Hier konnten mit einigen Formulierungen sogar die statischen Haftungswerte übertroffen werden.
 
Sobald die ausgewählten Dipformulierungen das Ziel dynamischer Haftung und der Ermüdungsbelastung erfüllen, sollen sie in den genannten Automobilanwendungen angeboten werden.

 

 

Bio-Kompatibilität von intelligenten Textilien

Neue Stoffe müssen für den menschlichen Träger verträglich sein

Neuartige Textilien, die verschiedene Parameter des menschlichen Körpers erfassen und eine kontinuierliche Überwachung von Pulsschlag, Blutdruck oder Körpertemperatur ermöglichen, müssen eine hohe Verträglichkeit besitzen. Speziell im Fitnessbereich hat diese Art der Textilien eine zunehmend größere Bedeutung. Die Zusammensetzung, der Entstehungsprozess und natürlich das fertige Produkt sind ohne echte Bio-Kompatibilität kaum zu vermarkten.

Da diese Materialien größtenteils rund um die Uhr in direktem Kontakt mit der Haut stehen, ist die Frage der biologischen Verträglichkeit extrem wichtig, schreibt Dr. Corinna Petsch von der senetic healthcare group in der Fachzeitschrift ‚Coating International’. So kann etwa menschlicher Schweiß aufgrund seiner Zusammensetzung die Textilien angreifen und kritische Substanzen aus dem Gewebe herauslösen. Diese können leicht durch die geöffneten Poren und den direkten Hautkontakt in den Körper eindringen und diverse unerwünschte Nebenwirkungen (auch Erkrankungen und Allergien) zur Folge haben.

Was ist bedeutet Verträglichkeit bei Textilien?

Als biologisch verträglich, beziehungsweise, bio-kompatibel werden Materialien und Stoffe bezeichnet, die keinen nachweisbaren negativen Einfluss auf Organismen und Lebewesen in ihrer Umgebung ausüben. Im Herstellungsprozess gibt es drei unterschiedliche Maßstäbe (tolerant, bioniert und bioaktiv), die maßgeblichen Einfluss auf das finale Produkt haben.

Biotolerante Produkte können dabei sogar dauerhaft am und im Körper verbleiben ohne toxisch zu wirken. Im Gegensatz dazu können bei bioinerten Stoffen geringe Wechselwirkungen vorkommen – im Rahmen der Grenzwerte. Bioaktive Materialien interagieren hingegen gewollt mit Gewebe und Knochen. Entsprechende Beschichtungen des Endprodukte können diese Eigenschaften unter Umständen ebenfalls gewollt oder nicht gewollt beeinflussen.

Testverfahren zur Risikoeinschätzung

Für den Nachweis der biologischen Verträglichkeit stehen verschiedene In-vitro und In-vivo Testverfahren zur Verfügung , die die Art des Kontakts, die Kontaktdauer und das allgemeine Risiko-Potenzial berücksichtigen müssen. Ein Ansatz wie sie zum Teil auch fest zur Produktentwicklung bei Weserland gehören. Denn biologische und Umwelt-Verträglichkeit beziehungsweise Nachhaltigkeit stehen in steigendem Maße im Mittelpunkt von modernen Erzeugnissen und werden in Zukunft komplett unverzichtbar sein.

Bei Anzeichen für negative Wechselwirkungen sollte jegliche Material-Auswahl noch einmal überdacht werden. Das Bestehen der erwähnten Tests ist für den Erfolg von Produkten ausschlaggebend, da nur ein reizungsfreies Tragen der Textilien akzeptiert werden wird und letztlich vermarktet werden kann.

Deutlich wird, dass bereits im Vorfeld Maßnahmen ergriffen werden müssen um Unverträglichkeiten jeglicher Art zu vermeiden. Dadurch werden letztlich aber auch Zeit und Kosten eingespart. Sollte sich nämlich im Verlauf der Untersuchungen herausstellen, dass ein Rohstoff, Compound oder Material nicht verträglich ist, kann sich dies auf den gesamten Entwicklungsprozess auswirken – gegebenenfalls einen kompletten Neustart des Projekts erfordern!

EU-Förderung: Entwicklung neuer Beschleunigersysteme für Latex-Anwendungen

Der „aktuelle“ Stand der Technik in der Latex-Verarbeitung hat sich seit mehr 50 Jahren hinsichtlich der eingesetzten Vulkanisations-Chemikalien nicht mehr nennenswert verändert. Nach wie vor werden beispielsweise Diphenylguanidin (DPG), Zink-Diethyldithiocarbamat (ZDEC) oder Zink-Mercaptobenzthiazol (ZMBT) eingesetzt.

EP26Allerdings werden aus umwelttechnischen Gründen Rückstände aus der Vulkanisation immer intensiver diskutiert. Das hat mittlerweile zu Grenzwerten geführt, die mit den klassischen Beschleunigern immer schwerer eingehalten werden können.

Im Rahmen eines durch die EU mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projektes wollen wir daher bei Weserland die Eignung alternativer Beschleuniger für die Latex-Verarbeitung untersuchen.

Ziel des Vorhabens ist, auf Basis vorhandener Beschleuniger aus dem Festkautschuk-Bereich neue Vulkanisations-Systeme für die Latex verarbeitende Industrie zu entwickeln, die hinsichtlich der Rückstände im Vulkanisat auch zukünftigen Anforderungen gewachsen sind – und zwar ohne dass es an der Performance in der Verarbeitung mangelt.

Probleme bei den Grenzwerten

  • DPG (Diphenyl-Guanidin) enthält Spuren von Anilin, ist giftig und krebsverdächtig
    Latexmatratzen für den gehobenen asiatischen Markt sollen, ohne dass ein Grenzwert fixiert ist, „frei“ von Anilin sein. Diese Anforderung ist mit DPG nicht zu erreichen.
  • ZDEC (Zink-Diethyldithiocarbamat) gilt als krebsverdächtig wegen flüchtiger Nitrosamine
    Von IKEA (mit ca. 20 Prozent Marktanteil am Latexmatratzen-Markt der größte Anbieter) wird in Anlehnung an die Vorgaben des „Eurolatex Eco Standard“ ein reduzierter Emissionswert von maximal 0,5 µg/m³ (Eurolatex 1,0 µg/m³) flüchtigen Nitrosaminen gefordert. Im Gegensatz zum Eurolatex-Grenzwert lässt sich dieser kaum noch mit konventionellen Beschleuniger-Systemen realisieren.
  • ZMBT (Zink-Mercaptobenzthiazol) ist allergieauslösend  durch Spuren von 2-MBT
    Derzeit gibt es noch keine gesetzliche Regelung über 2-MBT-Rückstände in Latexschaum. Wegen des diskutierten allergenen Potenzials hat die CADS (Cooperation at DSI) allerdings einen Grenzwert von 100 mg/kg festgelegt. Einzelne Unternehmen des Verbandes fordern bereits einen Grenzwert von 10 mg/kg. Bereits ein Grenzwert von 100 mg/kg ist jedoch nur durch Vermeidung von ZMBT (als Lieferant des 2-MBT) zu erreichen.

Was der Markt fordert

Nur in geringem Umfang und mit Einschränkungen sind durch alternative Ersatzrohstoffe, etwa dem Einsatz ZBEC (Zink-Dibenzyldithiocarbamat) anstelle von ZDEC, bzw. durch geschickte Prozessführung und nachge­schaltete Waschprozesse sind die geforderten Grenzwerte einzuhalten. Und es ist zu erwarten, dass auch in Zukunft die Grenzwerte für problematische Rückstände immer strenger werden. Der Grund sind klare Vorgaben aus unserem Kunden­kreis, die (richtigerweise) eine geringere Belastung für Mensch und Umwelt fordern, die aber eben aktuell verwendete Systeme nicht (mehr) erfüllen.

Tatsächlich gibt es noch keine Lösung auf dem Markt für die beschriebenen Problemkreise. Die derzeit verwendeten Beschleuniger sind in verschiedenen Geschäftsbereichen der Latex-Verarbeitung trotzdem in die Diskussion geraten – denn der Markt erfordert es.

Im Fokus des beantragten EU-Projektes ist es daher, auf Basis alternativer Beschleuniger-Systeme, kritische Rückstände im fertigen Produkt (Latexmatratze, Formteile für Orthopädie- und Schuhindustrie, Teppichrückenbeschichtung, Tauchartikel) zu verringern beziehungsweise ganz zu vermeiden, ohne dass die bestehende Anlagen-Technologie auf Kundenseite umfangreich modifiziert werden muss.