Messe-Rückschau Domotex 2018 in Hannover

Nach vielen Jahren als Besucher hat Weserland in diesem Jahr erstmals wieder aktiv an der bedeutendsten Teppichmesse der Welt, der Domotex in Hannover, teilgenommen und Produkte und Unternehmensphilosophie auf einem eigenen Stand präsentiert. Die gezielt auf das Messepublikum zugeschnittenen Schwerpunkte unseres Stands, Teppichausrüstung und Latexadditive, wurden mit dem eigenen Anspruch auf qualitativ hochwertige, individuell zugeschnittene Lösungen kombiniert.

WE UPGRADE YOUR COMPOUND

 „Upgrade your compound“ war die Kernaussage.     

Unser Konzept wurde angenommen und wir konnten in der Folge eine Reihe von interessanten internationalen Gesprächspartnern auf dem Stand begrüßen.

Schwerpunkte und Interessen

Domotex 2018Nach einer ersten Auswertung ist das Thema Transportation für Kunden und Neukontakte von großer Bedeutung. Im Besonderen wurde das Thema halogenfreie Rückenbeschichtung für PA-Teppich in Aviation und Cruising intensiv mit verschiedenen Gesprächspartnern diskutiert und führte zu neuen Ansätzen für die Zukunft.

Als weitere Interessenschwerpunkte entwickelten sich verschiedene Siebdruck-Compounds die mit sehr geringen Auflagegewichten unterschiedlichste Funktionalisierungen ermöglichen. Hier zeichnen sich interessante Möglichkeiten für die Zukunft ab.

Grundsätzlich wurde von zahlreichen Gesprächspartnern die Option individueller Entwicklung gezielt auf den Kundenbedarf zugeschnittener Produkte begrüßt, die im Gegensatz zur Philosophie der großen Wettbewerber steht und für ein Premiummerkmal unseres Unternehmens sorgt.

Rückblickend bewerten wir unseren Auftritt als Erfolg und haben die Beteiligung an der Domotex 2019 bereits in die Planung genommen.

Die Produktion der Zukunft ist geprägt durch Fachwissen und hochspezialisierte Lösungen

Digitalisierung und Produktion 4.0 bedingen flexibel gestaltete Kleinteiligkeit und Individualisierung. Zulieferer müssen Lösungen liefern, die im Zweifel nicht LKW-weise verkauft werden. Kleine Lots für schlanke Einsätze sind gefragt. Solche Projekte werden von Firmen auch bereits im Alltag realisiert – von denen hier zwei exemplarisch vorgestellt werden sollen.

Eine Entwicklung übrigens, die bei Weserland im wesentlichen auf offene Türen trifft – denn der hannoversche Spezialist für individuelle Resultate, setzt genau dort an: Kunden fragen konkrete, spezialisierte Lösungen an, die dann in den Labors realisiert werden. Mengen spielen da oft keine herausragende Rolle.

„Welches Potenzial bietet Textil für eine Wirtschaft 4.0 – und wie stellen sich die textilen Branchen selbst auf diese Zukunft ein?“, so fragen Alexander Artschwager und Meike Tilebein von Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung in ihrem Artikel in „melliland Textilberichte“ und die folgenden Beispiele ausführlich vorstellen.

Ein solches Potenzial findet sich in Baden-Württemberg. das nicht nur Weltmarktführer im Bereich Strickmaschinen ist, sondern auch innovative, erfolgreiche Zulieferer für den Bereich der technischen Textilien hat. Und die neue, kundenindividuelle Produktion – speziell im medizintechnischen Bereich – sind in diesem Kompetenzcluster vertrauter als in vielen anderen Branchen.

Einzelne automatisierte Abläufe sind hier bereits über Unternehmensgrenzen hinweg verfügbar. So ist es bereits heute möglich, für die individualisierte Kompressionstherapie Körpermaße, z.B. für Beine, mit Scannern zu erfassen. Per Web-Frontend werden diese an die Hersteller für medizinische Kompressionsprodukte übertragen. So entsteht ein Prozess, der weitestgehend digital abgebildet wird. Das Endprodukt ist so kleinteilig, dass jeglicher Gedanke an eine Massenfertigung damit vorbei ist.

Die digitalisierte und vollautomatisierte Produktion der Zukunft bleibt dennoch aktuell eine große strategische und technische Herausforderung. Der digitale Wandel und der hierzu notwendige Transformationsprozess müssen mit den bestehenden organisatorischen und technischen Möglichkeiten in Einklang gebracht werden.

Material und Herstellung in kleinsten Mengen

Auch in anderen Bereichen bringen die Unternehmen neue Impulse in Sachen Produktionstechnik, Produktlösungen oder Dienstleistungen ein. Die Adidas AG aus Herzogenaurach hat ihre erste „Speedfactory“ im fränkischen Ansbach aufgebaut. Hier werden Sportschuhe individualisiert nach Kundenwunsch gefertigt. Es werden sowohl der Design- und Individualisierungsprozess als auch die eigentliche Herstellung der Sportartikel in einem automatisierten und hochflexiblen Produktionsprozess zusammen geführt.

Ein Teil der Sohlen wird direkt aus geschmolzenem Kunststoff gespritzt und zusammengesetzt. Andere Teile der Sohle werden bereits sogar mittels 3D-Druck hergestellt. Wochen- oder gar monatelange Lieferzeiten für Einzelanfertigungen sowie die Lagerhaltung von Komponenten entfallen. Gleichzeitig müssen die benutzten Produkte, bzw. deren Komponenten, in allen Eigenschaften perfekt passen und auch im ersten Anlauf ohne Abstriche technisch funktionieren. Klebung, Eigenschaften und Material müssen „sitzen“, alles andere würde die Fertigung viel zu teuer machen.

So entsteht also ein Trend zur Individualisierung und zu kleineren Losgrößen, denen natürlich auch Lieferanten nachkommen müssen. Diese Zulieferer im Wachstumsmarkt technischer Textilien sind daher gefordert, ständig neue Anwendungsfelder zu erschließen und dabei permanent Anforderungen an Qualität und lösungsorientierter Technik mit hochspezialisiertem Fachwissen und Expertise zu begegnen.

DOMOTEX 2018 mit vielen Neuerungen.

Weserland präsentiert Lösungen für die Produktion

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die 30. Auflage der weltweit wichtigsten Messe für Teppiche und Bodenbeläge eine starke und innovative Veranstaltung wird. Denn die DOMOTEX hält vom 12. bis 15. Januar 2018 umfassende Neuerungen bereit. Weserland hat sich daher für ein frisches Konzept und einen spannenden Auftritt bei dieser Weltleitmesse in Hannover entschieden – um so seine Spezialprodukte gut zu präsentieren und mit seinen Lösungen dicht beim Kunden zu sein.

Die neue Hallenbelegung führt Produktgruppen räumlich zusammen und ermöglicht Fachbesuchern aus Groß- und Einzelhandel eine verbesserte Orientierung. Mit dem Leitthema UNIQUE YOUNIVERSE rückt die DOMOTEX neue Entwicklungen und Ideen zum Trend der Individualisierung in den Fokus. Denn immer mehr Menschen suchen in einer globalisierten und digitalisierten Welt nach Möglichkeiten, ihren Wunsch nach Selbstbestimmung und Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Produkte und Dienstleistungen werden daher immer stärker personalisiert und auf die Bedürfnisse der Käufer hin maßgefertigt. 

Um dies zu realisieren muss sich Weserland ganz klar als progressiver Anbieter auf der Produktsseite platzieren. Daher auch der Entschluss für eine Teilnahme, um so Partner und Kunden direkt zu erreichen und Lösungen für die Produktion ausführlich zu präsentieren.

Wir freuen uns schon jetzt, Sie im Januar in Hannover zu treffen. Sie finden uns in Halle 11 Stand A25.

Dazu sponsern wir gerne ein Tages-Ticket: Unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Sie ein Code für ein elektronisches Ticket anfordern!

 

Umweltfreundliche Haftsysteme für Textilkautschuk-Verbundwerkstoffe

Infolge gesetzlicher Anforderungen wurde Formaldehyd kürzlich in die Karzinogenitätskategorie 1B eingestuft. Nach der Verordnung Nr. 605/2014 der EU-Kommission gelten somit neue gesetzlichen Verpflichtungen für Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender. Als Ergebnis dieser Neuklassifizierung müssen Mischungen, die freie Formaldehydgehalte von 0,1 % oder mehr enthalten, als karzinogen markiert werden. Neuentwicklungen sind daher nötig, um zukünftig den gleichen Standard zu garantieren. Erste Ergebnisse der Mehler Engineered Products GmbH aus Fulda zeigen, dass Resorcin-Formaldehyd-freie Haftsysteme unter Umständen sehr gute Ergebnisse bringen können.
 
Technische Textilien liefern Lösungen für ein breites Spektrum von Anwendungen wie Verstärkungen für mechanische Kautschukprodukte (Mechanical Rubber Goods – MRG) und Verbundwerkstoffe. Die Oberfläche von Verstärkungsfasern und insbesondere die Phasengrenzfläche zwischen der Faser- und der Kautschukmatrix ist für solche Herausforderungen und spezifischen Anforderungen besonders wichtig, so die Fuldaer Autoren in 'Technische Textilien' (1/2017). Resorcin-Formaldehyd-Latex (RFL) bildet den Schwerpunkt textiler Festigkeitsträger für den Einsatz in mechanischen Kautschukprodukten wie Reifen, Zahnriemen, Schläuchen und Luftfedern, vor allem in der Autoindustrie.
 
Um entsprechend umweltfreundliche Produkte zu entwickeln, wurden gut 100 verschiedene Dipformulierungen auf Basis verschiedener Harze und Vernetzersysteme getestet. Die Festigkeitsträger verleihen technischen Endanwendungen aus Kautschuk die erforderliche Stabilität, Flexibilität und Haltbarkeit. Dabei war zu sehen, dass einige der umweltfreundlichen Tauchsysteme eine etwas höhere statische Haftung im Vergleich zum traditionellen RFL-System aufweisen. Hier konnten mit einigen Formulierungen sogar die statischen Haftungswerte übertroffen werden.
 
Sobald die ausgewählten Dipformulierungen das Ziel dynamischer Haftung und der Ermüdungsbelastung erfüllen, sollen sie in den genannten Automobilanwendungen angeboten werden.